FLUID-Synthesizer - überraschend analog.

Projektbeginn von Fluid war Winter 2006. Es sollte ein Musikinstrument gebaut werden welches universell einsetzbar ist und mehr bietet als herkömmliche subtraktive Synthesizer. So entstand in Fluid die Möglichkeit neben den normalen Wellenformen die durch Oszillatoren generiert werden auch Samples (16/24 Bit ) zu laden und über die ganze Parameterbandbreite zu modellieren.

Fluid ist kein Sampler und soll es auch nicht sein. Dafür gibt es andere Programme. Die Verwendung von Samples erweitert die klanglichen Möglichkeiten allerdings ungemein. Oft habe ich festgestellt, das subtraktiven Synthesizern der "human touch" fehlt.

Das anstatt Musikinstrumente elektronische Funktionsgeneratoren gebaut wurden, welche trotz aufwendiger Modulationen den Sound immer gleich abspielen und letztendlich etwas steril klingen.

Darum habe ich bewusst darauf verzichtet, die Oszillatoren zu synchronisieren, LFO's dem Host-tempo anzupassen und Regler so zu limitieren das immer ein glatter Sound herauskommt.

Überraschender weise klingt Fluid wirklich je nach Programmierung sehr analog. Reichen die Wellenformen nicht - kein Problem - einfach andere laden. Braucht man eine Super Saw , einfach von einem anderen Synti absamplen - fertig zur Weiterverarbeitung. Attack-Zeiten vom Klavier mit Streicherm mischen-alles ist möglich und noch vieles mehr.

KONZEPTION

Ein wesentlicher Bestandteil von Fluid ist die all in one Page. Alle Parameter sind auf einmal sichtbar. Es gibt keine Subpages. Alle Knöpfe und Textswitches werden mit der Mouse bedient. Text Switches per DRAG und MOVE in vertikaler Richtung

Drei digitale Sound-Generatoren , welche sowohl als Sampler oder auch als Oszillator arbeiten, können auf zwei Multifunktionsfilter geroutet werden. Jede Generator -Einheit verfügt uber Distortion,LFO Mod,Pitch Env, PWM und KeyTrack. Oktave, semi Tone und fine Tunning runden die Funktionen ab. Jeweils zwei Generatoren können über einen Ringmodulator verknüpft werden. Das Produkt der Verknüpfung kann auf Filter 1 oder Filter 2 geroutet werden.
Generator 1 kann wahlweise Generator 2 oder 3 synchronisieren.

Fluid enthält 2 Multifunktionsfilter. Diese arbeiten wahlweise als Tief- oder Hochpass. Die Anzahl der Filter und Q-Pole wird über einen Textswitch eingestellt. Gesteuert werden die Filter durch zwei erweiterte ADBR Hüllkurven. Sowohl die Level als auch die Zeiten können justiert werden. Die Filter und auch die VCA's haben eine einstellbare Anschlagsdynamik.

Zwei polyfone LFO's modulieren die Oszillatoren ,Filter, VCA's. LFO 2 modulliert LFO 1.Den LFO's stehen alle gänigen Wellenformen zu Verfügung. Weiterhin enthalten die LFO's die Parameter Phase, PWM, Frequenz. Wird Phase auf 0 gestellt, läuft der LFO frei. Enthält 'Phase' einen Wert, so wird der LFO bei jedem Tastenanschlag neu getriggert und mit der eingestellten Phase gestartet. Ein Master LFO ( monofon )dient zur Erzeugung von tremolo Effekten und wirkt sich nur auf die Generatoren aus.

Eine Pitch-Hüllkurve ADBR moduliert die Generatoren.

Abgerundet wird FLUID durch eine Effektsektion welche vier Effekte enthält:

1. TUBE AMP simuliert einen Röhrenverstärker. Über ein Filter mit regelbarer Güte und Frequenz klingt es richtig fett.
2. CHORUS in Stereo ausgeführt. Die Parameter lassen sich über weite Bereiche verändern. Phasing oder kurze Echos sind ebenfalls möglich.
3. REVERB in Stereo.Das Salz in der Soundsuppe.
4. DELAY in Stereo. Verzögerung und Feedback lassen sich separat für links und rechts einstellen.

Die Software soll zum Programmieren einladen. Einfach mal ausprobieren was passiert wenn man diesen oder jenen Regler bewegt.

Und nun, viel Spass mit Fluid. Die Demo Version ist 30 Tage voll lauffähig.